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flux

 

3. - 7. Dezember 2025

Kunstverein Salzburg

 

Flux bezeichnet nicht nur Veränderung, sondern einen Zustand kontinuierlicher Bewegung: ein Fließen, das Entstehen und Vergehen zugleich umfasst. Die Ausstellung versammelt Arbeiten, die diese Dynamik unterschiedlich darstellen, als inneren Strom, als wachsendes Geflecht von Formen und Bedeutungen, als sensiblen Moment zwischen Nähe und Distanz, Kontrolle und Hingabe. Einige Arbeiten verschieben die Grenzen zwischen Rollen und Wahrnehmung, andere machen Verletzlichkeit und Aufmerksamkeit spürbar. 

Die individuelle Auseinandersetzung der Studierenden verdeutlicht, wie Flux als Prozess, als fortwährendes Wachsen, als Zustand des Ausprobierens und Selbstentdeckens erlebt wird. In den Arbeiten werden diese Reflexionen sichtbar. Bedeutungen lösen sich, Formen verweigern Festigkeit, Raum und Handlung geraten ins Schweben. Flux wird so zu einer gemeinsam erfahrbaren Kategorie, die Wahrnehmung, Intuition und Reflexion verbindet.

Die Ausstellung entstand in einem offenen, gemeinsamen Prozess. Die Studierenden haben ihre Ideen stetig weiterentwickelt, ausprobiert und hinterfragt. Dieses Heft ermöglicht Einblick in diese Auseinandersetzungen, zeigt individuelle Herangehensweisen, Gedankengänge und Arbeitswege. Die Gespräche entstanden unter der Begleitung von Prof. Gregor Neuerer, die Porträts wurden von Debbovaund Lukas Stangl erstellt.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Kunstverein und dem Department für Bildende Künste und Gestaltung der Universität Mozarteum eröffnet Studierenden die Möglichkeit, ihre Arbeiten in einem professionellen Ausstellungsrahmen zu präsentieren. Für diese Offenheit und Unterstützung sprechen wir unseren besonderen Dank aus. Dieser richtet sichinsbesondere an Mirela Baciak, das technische Team des Kunstvereins, die Universität Mozarteum sowie Prof. Gregor Neuerer.

 

Debbova:

Individuen und Schicksale 

Seit 2020 fortlaufend

 

psychische Erkrankungen im Alltag, digitale

Fotografie auf FineArt Papier gedruckt, Audios, Fotobuch zum Projekt

 

„Individuen und Schicksale“ untersucht, wie Menschen ihre inneren Zustände erleben und wie sich psychische Belastungen im täglichen Leben zeigen. Die Arbeit verbindet digitale und analoge Fotografie, transkribierte Interviews und Audioaufnahmen, um unterschiedliche Ebenen von Nähe, Distanz und Wahrnehmung zu öffnen.

 

Statt einzelne Biografien zu erzählen, verdichtet das Projekt Stimmen, Atmosphären und Fragmente, die viele kennen, für die aber oft die Sprache fehlt. Die Interviews bilden dabei eine zentrale Ebene: Sie zeigen persönliche Innenwelten, nicht als lineare Geschichten, sondern als Bewegungen, die kommen, gehen und wieder auftauchen.

 

Die Fotografien werden bewusst am Boden präsentiert – Besucher*innen können sich annähern, stehen bleiben, sich beugen oder vorbeigehen. Diese körperliche Haltung spiegelt reale gesellschaftliche Handlungsweisen im Umgang mit psychischen Erkrankungen: hinsehen oder wegsehen.

 

„Individuen und Schicksale“ schafft einen Raum der Empathie und Sensibilität, der nicht erklärt oder heroisiert, sondern Erfahrungen zugänglich macht.

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